Unterstützung des FSR-Biowissenschaften zur Rettung der Gewächshäuser

Keine Zukunft für Palmen? Die Gewächshäuser des botanischen Gartens Greifswald stehen vor dem Aus!

Der Komplex der drei größten Gewächshäuser aus dem Jahre 1887 erbaut mit handgenieteten Stahlstreben, ist im wesentlichen in seiner ursprünglichen Substanz erhalten und stellt heute ein technisches Denkmal aus der großen Zeit der Eisenkonstruktion, vergleichbar mit dem Pariser Eiffelturm, dar.
Durch eine nun schon jahrzehntelange Nutzung und das für Gewächshäuser typische feucht-warme Klima in den Räumen sind die tragenden Elemente der Verglasungen und die Fußpunkte der gesamten Stahl-Tragekonstruktion teilweise so stark korrodiert, dass ihre Tragefähigkeit beeinträchtigt wird.
Daher ist das Haus nicht mehr sicher, die Universität muss es entsprechend dem Gutachten eines Statikers zum 6. Juni schließen.
Die Universität hat auf Drängen der Studierendenvertretern im Senat bereits 50.000 Euro für Stützmaßnahmen zugesichert. Damit sind zwar die Pflanzen kurzfristig gesichert, doch eigentlich wurde damit nur ihre Galgenfrist verlängert. Es braucht jedoch eine langfristige Lösung.

In der Lehre sind die Gewächshäuser nämlich unverzichtbar, vermitteln sie doch einen Eindruck von tropischen Waldökosystemen und liefern umfangreiches Pflanzenmaterial für Demonstrationen in Vorlesungen, Praktika, Übungen und Exkursionen (Bspw.: Vegetation der Erde, Systematische Botanik, Allgemeine Botanik, Großpraktikum Botanik, Pflanzenanatomische Übungen, Pflanzenphysiologische Übungen, Botanische Halbtagesexkursionen). Nach der Rahmenrichtlinien der Studiengänge Landschaftsökologie & Naturschutz, Biologie und Biodiversität & Ökologie muss Formen-und Artenkenntnis in der Lehre vermittelt werden und die Gewächshäuser tragen dazu einen Großteil bei. Auch andere Studiengänge wie beispielsweise Geographie, Biochemie und Pharmazie profitieren von den Gewächshäusern. Zudem werden die Häuser auch von Studierenden des Caspar-David-Friedrich Institutes regelmäßig für Zeichenübungen aufgesucht.
In der neu eingerichteten Professur für „Experimentelle Pflanzenökologie“, die zum Wintersemester 2014/15 besetzt wird, sind kontrollierte Wachstumsexperimente ein wesentlicher Schwerpunkt der Forschung. Dafür werden die Gewächshäuser dringend benötigt.
Doch nicht nur für Forschung und Lehre ist der Botanische Garten mit den Gewächshäusern unersetzbar, sondern er fungiert auch als Ort der Erholung, des Naturerlebnis und der Umweltbildung für die Greifswalder und auswärtiger Besucher und entwickelt sich zu einer „grünen Lunge“ in einem sonst dicht bebauten und intensiv genutzten Wohnareal.

Das Rektorat priorisiert jedoch die Sanierung der alten Physik und Umbau zum Universitätsschauhaus. Dieses Projekt ist mit ca. 10 Mio. deutlich teurer und nicht so unersetzlich für Lehre und Forschung wie der Botanische Garten mit den Gewächshäusern. Deswegen soll nun über den Förderverein Unterstützung in Form von Mitgliedern und finanziellen Mitteln gesammelt werden um der Universitätsleitung ein klares Zeichen zu senden, dass sich die Studierenden für eine langfristige und nachhaltige Lösung in Form einer Sanierung der alten Gewächshäuser einsetzen. Für nur 10 Euro im Jahr könnt ihr Mitglied im Förderverein werden und euch für die Sanierung der Gewächshäuser stark machen.

Antrag zur Aufnahme in den Förderverein: (klick)

 

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